Rückblick 2010

In ganz Deutschland haben Christen am Tag der Deutschen Einheit öffentliche Veranstaltung mitgeprägt, Gottesdienste gefeiert und bei Gebetstreffen für ihr Land gebetet. Nachfolgend finden Sie einen kleinen Rückblick mit Erfahrungsberichten, Presseberichten und Videoberichten.

Auf dem Videokanal www.youtube.com/user/3Oktober10 finden Sie die gesammelten Videoberichte.

Aue

Aue (idea) – Für die Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren gebührt in erster Linie Gott Ehre und Dank. Das war der Tenor einer Feier der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) in Aue (Erzgebirge). 325 Leser des Wochenmagazins ideaSpektrum versammelten sich in der Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Nicolai. Ihre Freude über die Wiedervereinigung brachten sie unter anderem mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ zum Ausdruck. Zeitzeugen der DDR berichteten über ihre Erfahrungen und mahnten, das Unrecht des SED-Regimes nicht zu vergessen und für die Überwindung des Sozialismus und der deutsch-deutschen Teilung dankbar zu bleiben. Pfarrer Uwe Holmer (Serrahn/Mecklenburg), der 1990 als Gastgeber des ehemaligen DDR-Staatschefs Erich Honecker und seiner Frau Margot weltweit bekannt wurde, ging auf die Hinterlassenschaft der sozialistischen Machthaber ein.

Sie hätten durch den in der Schule gelehrten Atheismus Kindern systematisch den Weg zu Gott versperrt. Die atheistische Weltanschauung veröde den Menschen und mache ihn kaputt. Holmer rief dazu auf, Gottesleugnern in Liebe zu begegnen: „Ich kämpfe nicht gegen den Atheismus, sondern sage die Botschaft des Evangeliums. Sie allein bringt ewiges Leben bringt und macht den Menschen wertvoll.“ Die Familie Holmer hat persönlich unter dem SED-Regime gelitten. Acht der zehn Kinder durften trotz guter schulischer Leistungen nicht das Abitur machen. Nach Angaben des Pastors  schreibt die seit 1992 in Chile lebende Margot Honecker – sie war Ministerin für Volksbildung in der DDR – jedes Jahr Weihnachtsgrüße an die Familie Holmer. Es gebe allerdings keine Anzeichen dafür, dass sie sich von ihrer sozialistischen Ideologie abgewandt habe. Deshalb bete er weiter für sie, so Holmer.

An der Veranstaltung wirkte auch Oberlandeskirchenrat i.R. Harald Bretschneider (Dresden) mit, der 1980 Initiator der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ in der DDR war. Diese Bewegung habe damals dem „biblischen Friedenszeugnis Hände und Füße gegeben“, so der Theologe. Auf ihn waren 60 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit angesetzt. Davon hätten sich zwei bei ihm entschuldigt, berichtete er. Als Oberlandeskirchenrat betreute Bretschneider ab 1997 die Gründung von 42 evangelischen Schulen im Freistaat Sachsen. Er kritisierte Pläne der Landesregierung aus CDU und FDP, die Mittel für Privatschulen zu kürzen. Damit verlasse die Union ihre ursprüngliche Linie, öffentlichen und freien Schulen gleiche Chancen zu geben.

Der Landrat des fast 400.000 Bürger zählenden Erzgebirgskreises, Frank Vogel (CDU, Sosa bei Aue), kritisierte, dass die Situation in der DDR 20 Jahre nach der Wiedervereinigung schön geredet werde. Dies verhöhne all jene, die unter dem SED-Regime hätten leiden müssen. Deshalb sei es wichtig, sich an das Unrecht zu erinnern. Aus seiner Schulzeit berichtete er, dass alle, die sich in seiner Klasse weigerten, etwas Gotteslästerliches aufzusagen, die Note 5 erhalten hätten. Der ehemalige Bürgermeister von Glauchau (Sachsen), Helmut Trommer, ermunterte Christen, Verantwortung in der Politik zu übernehmen. Heute gebe es die Tendenz, sich herauszuhalten, weil man meine, Politik verderbe den Charakter, so der Pietist. Der Präsident der Evangelischen Volkspartei (EVP) in der Schweiz, Heiner Studer (Wettingen/Kanton Aargau), der Kontakte zu Christen in der DDR pflegte, nannte den Wertezerfall als Herausforderung. Deutsche und schweizerische Christen hätten die Aufgabe, biblische Werte zu leben und für sie einzustehen.

Der frühere Leiter des Evangelischen Allianzhauses im thüringischen Bad Blankenburg, Pastor Karl-Heinz Mengs (Uelzen), ging auf die Frage ein, warum zu DDR-Zeiten jährlich bis zu 7.000 Christen zu den Allianzkonferenz kamen. Das Glaubenstreffen sei das einzige derartige große Angebot in der DDR gewesen. Es habe „Bibel pur“, eine geistliche Atmosphäre und ein Gemeinschaftserlebnis geboten: „Das tat uns sehr gut.“ Diese Elemente enthalte die Konferenz zwar nach wie vor, allerdings gebe es heute viele ähnliche Angebote, sagte Mengs im Blick auf die gesunkene Teilnehmerzahl.

Der Unternehmer Enrico Paul (Bautzen), der in der DDR in der (kommunistischen) Freien Deutschen Jugend (FDJ) aktiv war, berichtete, dass er 1993 bei einem Vortrag des lutherischen Pfarrers Richard Wurmbrand (1909-2001) Christ wurde. Es habe ihn stark angesprochen, was Wurmbrand aufgrund seines Glaubens habe durchmachen müssen. Der Pfarrer war während der kommunistischen Herrschaft in Rumänien 14 Jahre lang inhaftiert. Der 41-jährige Paul ist heute Chef einer Zeitarbeitsfirma mit rund 900 Mitarbeitern, die auch zwei Filialen in Bayern hat. Quelle: idea Pressedienst

Bad Gandersheim

Festlich geschmückter Saal (© Glaubenszentrum Bad Gandersheim)
Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen mit Dieter Drexler (l.) und Pastor Gerry Klein (© Glaubenszentrum Bad Gandersheim)

Ort: Glaubenszentrum Bad Gandersheim
Wahre Freiheit fängt im Herzen an
Festakt im Glaubenszentrum zum 20. Tag der Deutschen Einheit

„Damit hätte ich ja nicht gerechnet!“ Ehrengast Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen zeigte sich von den Feierlichkeiten des Glaubenszentrums zum Tag der Deutschen Einheit sichtlich beeindruckt und nannte sie „vorbildlich“. Über 200 Bibelschüler, Mitarbeiter und Gäste füllten den mit Deutschland- und Bundesländerfahnen geschmückten Festsaal und warteten gespannt auf die Ansprachen.

Ungefähr ein Viertel der Anwesenden meldete sich auf die Frage, wer aus dem Gebiet der ehemaligen DDR oder aus dem Ostblock kommt. Rüdiger Simon, langjähriger Mitarbeiter im Glaubenszentrum, führte durchs Programm und nahm mit der nächsten Frage auch gleich die jüngere Generation mit ins Boot: „Wer hat die Wende nicht bewusst miterlebt, weil er zu der Zeit noch nicht geboren oder ein Kind war?“ Mindestens ein Drittel meldete sich. – Wie vermittelt man historische Ereignisse, die uns als ganzes Volk betreffen, möglichst lebendig und nachvollziehbar? Kann man das Vergessen verhindern? – Man kann: durch Information, moderne Medien und persönliche Erlebnisberichte; auch durch ein Festessen, durch Freude, Dank, Gebet und Gesang (wo wird die Nationalhymne noch gesungen außer beim Fußball?); vor allem aber durch einen unmittelbaren Bezug zur Gegenwart, die auch ganz anders hätte werden können. Der Appell zur Dankbarkeit reicht bis in die Zukunft hinein, und uns wird (wieder) bewusst: Freiheit ist nicht selbstverständlich.

Dieser Festtag hatte zugleich einen offiziellen und doch persönlichen Charakter. Geschäftsführer Dieter Drexler begrüßte neben Bürgermeister Ehmen, der spontan von seinem persönlichen Erleben der Wende erzählte, auch den neuen Pastor der Agape-Gemeinde Gerhard Bottesch. Manuel Rupsch, ehemaliger Bibelschüler, der sich ehrenamtlich für die CDU Thüringen sowie in der kirchlichen Gemeinde- und Jugendarbeit in Erfurt engagiert, brachte ein persönliches Grußwort von der Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht, mit. Darin erinnerte sie uns u. a. an den Mut der damaligen Zivilbevölkerung, die das gemeinsame Leben in einer Demokratie in Freiheit, Selbstbestimmtheit und Achtung der Menschenrechte mit möglich gemacht hat. Gleichzeitig warnte sie vor „Mauern in den Köpfen“ und betonte, es dürfe heute keine Jagd mehr auf Menschen in Deutschland geben.

Nach dem Essen und einem Film über die Teilung Deutschlands von 1961–1989/90 gab es zwei interessante Erfahrungsberichte aus „Ost und West“. Christoph Köhler, ehemaliger Bibelschüler, erfahrener Missionar (São Paulo/Brasilien) und Leiter der Missionsschule des Glaubenszentrums, erzählte aus seiner Zeit in der ehemaligen DDR, wo er aufgewachsen war. Als entschiedene Christen führte die Familie ein ganz normales und auch glückliches Leben. Die Entscheidung gegen eine Mitgliedschaft in der FDJ (Freie Deutsche Jugend) hatte allerdings Konsequenzen: Christoph durfte nicht aufs Gymnasium. „Doch Gott ist nicht von Umständen abhängig“, kommentiert Christoph heute, was sich später auch noch zeigen sollte, und so ließen sie sich nicht entmutigen. Christoph heiratete jung, bekam drei Töchter. Rückblickend sagt Christoph sogar: „Wir hatten auch Freiheiten, die wir gar nicht genutzt haben.“ Der Wunsch nach Freiheit sei verständlich gewesen, aber aus eigener Überzeugung wusste er auch: „Wahre Freiheit beginnt im Herzen und wird nicht allein durch äußere Umstände erlangt.“ Wie überrascht war er, als zur inneren Freiheit die äußere dazukam: „Mission war nie ein Thema, denn man kam aus der DDR nicht heraus. Das waren Träume, weiter nichts.“ Heute blickt er auf ein Jahrzehnt Auslandserfahrung zurück, die er an andere weitergibt. Gott hatte die Grenze gesprengt.

Ähnlich und doch anders hat Regina Krüger aus Berlin-West (Bibelschülerin im 1. Jahr) den Mauerfall erlebt: Als die undurchdringliche Mauer, die ihr Leben lang vor ihrer Nase war, plötzlich geöffnet wurde und fremde Menschen sich mitten in der Nacht auf den Straßen weinend in den Armen lagen, war das auch in zweifacher Hinsicht eine Grenzsprengung. „Fassungslos sah ich die Bilder im Fernsehen und dachte: ‚Das gibt’s doch nicht, das ist doch hier um die Ecke. Da muss ich hin!‘“ Die Szenen sind hinlänglich bekannt, aber wenn man sie selbst miterlebt hat, vergisst man sie nie mehr.

Was ist Freiheit? Wissen wir sie (noch) zu schätzen? Nutzen wir sie? Sind wir dankbar? – In seiner Abschlussrede drückte Pastor Gerry Klein, Leiter der Bibelschule, seinen Dank für die Deutsche Einheit sowie den Sturz des gesamten Ostblocks aus, dessen diktatorisches Regime insgesamt Millionen von Opfern gefordert hat. Wir dürfen heute in Freiheit unseren christlichen Glauben ausleben, während in vielen Ländern der Welt (vor allem in muslemischen) die Christen verfolgt und z. T. getötet werden. Angesichts der Freiheit, die wir heute haben (Reisefreiheit, Meinungs- und Glaubensfreiheit), sowie der Wiedervereinigung und des Aufbaus Ostdeutschlands haben wir keinen Grund zum Klagen – und tun es doch so oft. Es wird wieder einmal deutlich: Freiheit ist auch eine Herzenshaltung. So ermutigte Pastor Klein die Festversammlung, überströmend in Danksagung zu sein: „Danken schützt vor wanken, loben zieht nach oben.“
Die junge Generation darf und soll nicht mehr unter der Schuld der Väter und Großväter leiden, sie dürfen dankbar sein, in einem freien, demokratischen Deutschland zu leben.

Bautzen

Aufgrund unseres Aufrufs am Freundestag der OSCH e.V. am Samstag versammelten sich mehr als 50 Christen im Eingangsbereich des ehemaligen Stasi-Gefängnis „Bautzen II“, das jetzt eine Gedenkstätte ist, um Gott mit 2 Schweigeminuten und Liedern und Gebet für Sein Handeln vor 20 Jahren zu gedenken und ein Zeichen zu setzen, dass dieses Sein Handeln nicht verloren gehen soll.

Berlin

Dankgottesdienst 20 Jahre deutsche Einheit in Berlin

In der Stadt des Mauerfalls wurde am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag gefeiert. Viele christliche Kirchen dachten am Sonntagmorgen dankbar an 20 Jahre Einheit. Auf Ge-samt-Berliner Ebene gab es einen ökumenischen interkulturellen Dankgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Das Netzwerk Gemeinsam für Berlin hatte die Initiative ergriffen und den Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg (die regionale ACK) und den Diözesanrat der Katholiken (die Laienver-tretung im Erzbistum) als Mitveranstalter gewonnen. Das bundesweite Motto „Danken – feiern – beten“ war auch Thema dieses Gottesdienstes. Eine meditative Fotoschau erinnerte an Tei-lung, Mauerfall und den Weg zur Einheit. Alte Choräle und neuere Lobpreislieder folgten als Ausdruck des Dankes. Viele Gottesdienstteilnehmer nutzten die Gelegenheit, als Zeichen ihres persönlichen Dankes und ihres Gebets eine Kerze am Altar abzustellen. Ein besonders bewegender Akzent wurde durch die Mitwirkung von Christen aus Korea und Polen gesetzt: ein polnischer Berliner und eine koreanische Berlinerin beleuchteten das Glück und die Auf-gaben der deutschen Einheit aus ihrer Sicht. Die evangelische Pfarrerin Isolde Böhm, stell-vertretende Generalsuperintendentin für Berlin, legte Epheser 2 aus.

Die Fürbittengebete wurden auf englisch, französisch, polnisch, russisch, koreanisch und deutsch von Gläubigen verschiedener Kirchen und Nationalitäten gesprochen. Die Gemeinde stimmt mit dem folgenden gemeinsamen Gebet ein: „Herr, wir danken dir für das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands. Dir gebührt die Ehre! Du hast uns auf diesem Weg begleitet, schenke uns weiterhin Weisheit und Sinn für Gerechtigkeit. Reiße die Mauern in den Köpfen und Herzen nieder, die unser Volk von der vollen Einheit trennen. Herr, nimm von uns alles Misstrauen, den Neid und die Engherzigkeit. Lass uns vorbehaltlos aufeinander zugehen und stärke unseren Willen einander zu verstehen. Schenke uns allen die Aussöhnung mit unserer Geschichte. Herr, wir bitten dich auch für die Länder, die noch gespalten sind. Hilf auch ihnen, die Trennung zu bewältigen und schenke den Regierenden Mut und den Willen, sich für die Überwindung aller Grenzen und den Frieden einzusetzen.“

Geistliche der vier konfessionellen Familien spendeten am Schluss des Gottesdienstes Segen und Sendung, unter ihnen auch der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky. Für den Berliner Senat sprach Senatorin Ingeborg Junge-Reyer ein sympathisches und wert-schätzendes Grußwort. Im Anschluss an den Gottesdienst war Zeit für Begegnungen und einen Imbiss im Hof der Gemeinde. Koreaner boten traditionelle Trommeltänze, eine Gruppe junger Christen sang polnische und deutsche Lieder.

Videoaufnahmen des Gottesdienstes bei www.youtube.com anzuschauen (Stichwort „20 Jahre Deutsche Einheit- Danken-feiern-beten“, 5 Teile). Die Abendschau des rbb berichtete über den Gottesdienst.

Bernau

Im Jahr 2010 fiel ja der 3. Oktober auf einen Sonntag. So waren wir mit Danken, Liedern ( u.a. "Eine Welt brach zusammen..." ) und mit der Aktion Schweigeminuten um 12.00 Uhr mit anderen Feiernden vereint.
Unser Stadtgebet aller bestehenden Gemeinden in Bernau, welches viermal im Jahr jeweils in einer der Kirchen stattfindet, stand 2010 unter dem Thema: 20 Jahre Deutsche Einheit.
Mit vielen positiven Aspekten nach der "Wende" gab es eine rege Beteiligung am Danken der jeweiligen Mitglieder der Kirchen, das in das „Vater Unser“ mündete.

Bispingen

GebetswanderungWir haben uns im Haus Heidetal getroffen, gemeinsam Kaffee getrunken und dabei schon eine Gebetsgemeinschaft gehabt.
Dann sind wir 9 Leute- aus 5 verschiedenen kirchlichen Gemeinden- in 3 kleinen Gruppen betend zum Wilseder Berg gewandert. Wir haben uns dabei vom Heiligen Geist führen lassen, was und wofür zu beten, es war eine ganz gesegnete Zeit.
Wir waren alle sehr erfüllt und erfrischt und erlebten einen gesegneten Nachmittag. Das besondere für uns alle war auch die tiefe Einheit untereinander.
Wir sind eins in Jesus, darauf kommt es an, egal zu welcher Gemeinde und
Gruppe man gehört, Jesus ist unsere Mitte, wir sind Geschwister.

Hamburg

Der Tag der deutschen Einheit 2010

Internationale Feier in Hamburg

Als Migranten sind wir dankbar, in Deutschland unseren Glauben in Freiheit und Frieden leben dürfen. Dieser Gedanke hat uns als AIG-Hamburg fasziniert und auf die Idee gebracht, in Zusammenarbeit mit „Gemeinsam für Hamburg“ einen internationalen Gottesdienst genau an diesem ereignisträchtigen Tag zu veranstalten.

Der Gottesdienstsaal in der Elim Hamburg war überfüllt.

Menschen standen in den Gängen und im Foyer. Begleitet von afrikanischen Klängen entstand eine Atmosphäre der Freude, die jeden Gottesdienstbesucher begeisterte und in Bewegung brachte. „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens“ sagte einst Martin Luther. Wie recht er damit hatte. Wir durften auf besondere Weise die Freude und den Segen Gottes an diesem Tag erleben und einen Vorgeschmack davon bekommen, was in Offenbarung

7,9-11 beschrieben wird: Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron […], angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer

Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!

Die Mauer, die jahrzehntelang ein Volk trennte, wurde durch die Gnade unseres Herrn vor 20 Jahren niedergerissen. Wir durften erleben, dass die Mauer der Kulturen, Sprachen und Hautfarben, die zwischen den Nationen herrscht, anfängt zu bröckeln, wenn wir gemeinsam unseren Herrn Jesus Christus anbeten.

Internationale Gottesdienste sollten nicht zu Highlights werden, die nur ein Mal im Jahr stattfinden. Sie sind, wie der Text aus Offenbarung zeigt, der Herzschlag und Wille unseres Herrn.

Als wir gemeinsam, begleitet vom koreanischen Chor, das Abendmahl nahmen, war der Höhepunkt der Feier erreicht. Soviel Freude, Dank und Zuspruch haben wir selten nach einem Gottesdienst erlebt! Jede Nation hat ihren Teil dazu beigetragen, dass der 3. Oktober ein unvergesslicher Tag bleiben wird.

Babak Keshtkaran, www.elim-hamburg.de, www.gemeinsam-fuer-hamburg.de

Frankfurt am Main

Ganztägiges Dankesprogramm der Evangelischen Allianz

Frankfurt am Main (idea) – Mehrere Tausend Christen sind am Tag der Deutschen Einheit zusammengekommen, um Gott für die Wiedervereinigung vor 20 Jahren zu danken. Mit Gottesdiensten, Konzerten, Freiversammlungen und Schweigeminuten erinnerten sie daran, dass das Ende von 45 Jahren getrennter Entwicklung keine Selbstverständlichkeit gewesen sei.

Eine der größten Feiern fand in Frankfurt am Main statt, wo die Evangelische Allianz ein ganztägiges Dankesprogramm vorbereitet hatte. Zu einem Festgottesdienst in der Heiliggeistkirche, einem Dankgottesdienst auf dem Römerberg und einem mehrstündigen Fürbittegottesdienst ebenfalls in der Innenstadt kamen insgesamt mehr als 1.300 Personen. Um 12 Uhr verstummte die Menge zu einem zweiminütigem Schweigen.

„Zum Danken gehört auch das Hören auf Gottes Stimme“, erläuterte der Organisator, Bernd Oettinghaus (Frankfurt am Main), die Idee. Der Impuls, in der Öffentlichkeit ein Zeichen des Dankes zu setzen, sei in ganz Deutschland aufgenommen worden, so Oettinghaus gegenüber idea. Er ist Sprecher der Projektgruppe „3-Oktober-Gottseidank“. So wie beispielsweise im Zentrum von Mainz trafen sich in mindestens 40 weiteren Städten Mitglieder von landes- und freikrchlichen sowie katholischen Gemeinden zum Singen von Dankliedern, Kurzansprachen von ehemaligen DDR-Bürgern und einem gemeinsamen Vaterunser-Gebet.

Quelle: idea Pressedienst

Iserlohn

20 Jahre Wiedervereinigung – Gebetstag 3.10.2010

Ungefähr 30 Personen trafen sich auf Einladung der GGE und der Versöhnungskirchengemeinde am 3. Oktober 2010 in der Reformierten Kirche in Iserlohn zum Gebetstag für Deutschland.

Wie schon in vorangegangenen Jahren, ist es mittlerweile eine gute Tradition geworden, sich als Beter an diesem Nationalfeiertag, dem Tag der Deutschen Einheit, zu versammeln.

Nach einleitenden Schriftworten und Austausch von Erinnerungen an das Ereignis vor 20 Jahren, hielten wir dankbar Rückschau auf Gottes Wirken und Handeln. Dabei erinnerten wir uns  nochmal an die spontane Telefonkette am Abend des Mauerfalls, mit dem Aufruf, zum Dankgottesdienst in die Iserlohner Bauernkirche zu kommen, die bald darauf voll besetzt war.

Einzeln und in kleinen Gebetsgruppen durften wir uns in Lob, Dank und Fürbitte daran erinnern und vor Gott bringen, was uns auf dem Herzen lag, so wie es in 2. Chronik 7,14 steht: „Demütig sein, sein Angesicht suchen und für unser Land um Segen und Gedeihen bitten“.

Brigitte und Wolfgang Schmitz

Leipzig

Im historischen "Ringcafé", einem stalinistischen Prachtbau, dessen Grundstein 1953 von Walter Ulbricht persönlich gelegt wurde, feierten wir am 3. Oktober 2010 einen Dankgottesdienst. Während einer Zeit des schweigenden Gedenkens zündeten 20 Personen jeweils eine Kerze an und reihten sie um das Kreuz als eine Lichterkette der Dankbarkeit. Mit jedem Licht wuchs das Staunen: Schon so lange sind wir wieder EIN Land! "Tausend Dank, treuer Gott und Vater!!!" Mit Lob- und Dankliedern feierten wir dieses Wunder der Wiedervereinigung. Ein persönlicher Bericht aus der Zeit der Trennung nahm uns noch einmal mit hinein in diese Zerrissenheit. Das wollen und sollen wir nie vergessen!

Gott sei Dank!!!

Lippstadt

Dankgottesdienst zum 20. Jahrestag der Deutschen EinheitÜber 300 Menschen fanden sich am Sonntag, den 3.10.2010 auf dem Lippstädter Rathausplatz ein, um bei strahlendem Sonnenschein einen Dankgottesdienst anlässlich des 20. Jahrestags der Wiedervereinigung zu feiern. Viele Passanten, die sich zufällig in der Stadt aufhielten, schauten zu oder ließen sich bewegen, mitzusingen und mitzubeten. Eingeladen zu diesem öffentlichen Gedenken hatte ein Zusammenschluss mehrerer christlicher Konfessionen unter dem Dach der Evangelischen Allianz Lippstadts. So waren die evangelische Kirchengemeinde, die katholische Kirche, die Freie Evangelische Gemeinde und die Pfingstgemeinde beteiligt.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Danken – Feiern – Beten“.
Die Gottesdienstteilnehmer dankten Gott für das Wunder des unblutigen Mauerfalls, und bekannten IHN als den, der Geschichte mit unserem Land schreibt. In der Fürbitte beteten Vertreter der verschiedenen Konfessionen um Achtung und gegenseitigen Respekt voreinander, um ein friedliches und solidarisches Zusammenleben, und es war besonders bewegend, als ausländische Geschwister auf Englisch, Amharisch (Äthiopien), Russisch und Polnisch  für unser Land und unsere Stadt beteten. Feierlich wurde der Gottesdienst durch die Begleitung einiger Lieder durch den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde, und die Lobpreisband der Freien Evangelischen Gemeinde brachte mit einem ganz anderen Musikstil neue geistliche Lieder ein, so dass auch in der Gestaltung des Gottesdienstes Einheit in Vielfalt zum Ausdruck kam. Durch den Bürgermeister der Stadt war auch die Kommune vertreten, und in seiner Ansprache würdigte dieser die Errungenschaften der Wiedervereinigung und stellte fest, dass die Deutschen stolz darauf sein können, was seit dem Mauerfall ideell und materiell gemeinsam erreicht wurde.

Die Organisatoren des Gottesdienstes waren am Ende sehr zufrieden mit der großen Beteiligung durch die Lippstädter Bürger – sie übertraf alle Erwartungen. Zugleich freuten sie sich, Gott in aller Öffentlichkeit die Ehre gegeben zu haben und das in ökumenischer Verbundenheit.

Silvia Jöhring-Langert 

Pforzheim

Die Beter von Landeskirchen und Freikirchen aus Pforzheim und Umgebung kamen am 3. Oktober von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr zusammen,  um 20 Jahre Wiedervereinigung zu feiernund für Stadt und Land zu beten.

Elemente in Bezug auf die Wiedervereinigung waren neben einem Grußwort von Oberbürgermeister Gert Hager , eine PowerPoint-Präsentation zum Thema „20 Jahre Wiedervereinigung“ sowie das Singen der Nationalhymne.

Wir hatten eine Umfrage unter Schülern und Jugendlichen gestartet mit dem Titel: “Warum lebe ich gerne in Deutschland?“.

Insgesamt 16 Ergebnisse wurden passend zu den jeweiligen Bundesländern anschaulich vorgestellt. Zum Schluss wurden diese Ergebnisse in Dankgebete formuliert und von 4 Personen vorgetragen, die stellvertretend für 4 Generationen standen (Kind- Jugend- Erwachsene- Senioren).

Nach einer Lobpreiszeit folgte ein biblischer Impuls über 2. Chr. 7,14, den der Vorsitzende der Ev. Allianz von Pforzheim, Uli Limpf, hielt.

Die Ansprache mündete in eine erste Fürbittezeit mit Schwerpunkt Gemeinden, geistliche Aufbrüche, Schulderkenntnis, Buße, Einheit etc.

Als formalen Gebetsstil wählten wir hier Bienenkorbgebete.

Für die letzten 45 Minuten gestalteten wir 6 Gebetsstationen, die sich thematisch an den Artikeln des Grundgesetztes orientierten.

(Meinungsfreiheit, Gesetzgebung, Familie, Arbeit, Menschenwürde und Regierung)

In 3 Runden bebeteten wir die Anliegen jeweils mit Blick auf Gottes Schöpfungsordnung.

Insgesamt war es nach unserem Empfinden ein harmonischer und gelungener Nachmittag, auch wenn wir insgesamt, aufgrund unserer umfangreichen Einladeaktion, mit mehr Gästen gerechnet hatten.

Darüber hinaus hatten wir eine Kinderbetreuung angeboten, die jedoch nicht erforderlich war.

Sohland/Spree

Am Sonntag, dem 03. Oktober, fand im "Lausitzer Granit" in Löbau pünktlich zu Erntedank das Herbstfest mit Erntedankgottesdienst der Evangelischen Freikirche Sohland statt. Es war jedermann herzlich eingeladen, so dass gegen 15 Uhr die Feier im gut gefüllten Saal begann. Es gab zu Beginn leckeren Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen, was ohne die Spenden lokaler Fleischer und Bäcker nicht möglich gewesen wäre. Die Kinder der Gemeinde führten anschließend das Musical "Der gute Hirte", begleitet von einer Band auf. Pastor Udo Knöfel sprach dann einige Worte über den Sinn des Lebens, der bei Gott gefunden werden kann. In Erinnerung an den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung wurde ein Video als Rückblick auf Bau und Fall der Mauer gezeigt, entsprechend ging es in der Quiz-Show um das Leben in der damaligen DDR. Natürlich durften hierbei auch "Herricht & Preil" nicht fehlen und versüßten den Gästen damit die Zeit. Nach der Feier konnten die Gäste die Gaben des Erntedankgottesdienst mit nach Hause nehmen.

Weissach

Wir hatten uns entschlossen, unsern monatlichen Lobpeisgottesdienst vor dem Rathaus beginnen zu lassen. Es kamen der Ortspfarrer, die Bürgermeisterin, der Posaunenchor und Zeitzeugen.

Insgesamt knapp 100 Leute. Es war eine sehr eindrückliche Zeit.
Besonders in der Stille war eine sehr dichte Atmosphäre. Wir haben vorher im Ortsblatt und in der Kreiszeitung auf die Veranstaltung hingewiesen.

20 Jahre Deutsche Einheit feiern – 20 Minuten danken – 2 Minuten schweigen

Wann:     3. Oktober 2010 um 20 Uhr
Wo:     Vor dem Rathaus in Weissach
Dauer:     ca. 20 Minuten

Ablauf

20.00 Uhr      Begrüßung        (Reinhard und Johanna Frank)
    Lied: Großer Gott wir loben Dich     (Posaunenchor)
20.05 Uhr     Warum dieser Abend?      (Pfr. Matthias Gerlach)
20.07 Uhr     Worte zur Deutschen Einheit      (Fr. Bürgermeisterin Kreutel)
20.10 Uhr     Überleitung: Zeitzeugen erinnern sich:

    Aribert Bartsch, Flacht, ehemals Pfarrer in der DDR
    Hannelore Schray, Weissach: Zitate aus „Wir sind dabei gewesen“

    (Reinhard Frank)
20.20 Uhr     Überleitung zur Stille       (Pfr. Matthias Gerlach)
    2 Minuten Stille     
20.23 Uhr     Überleitung zum Lied     (Johanna Frank)
    Lied: Nun danket alle Gott     (Posaunenchor)
    Einladung ins Gemeindehaus zum
Dank-Gottesdienst („Flamöwe“)        (Reinhard und Johanna Frank)

Aus der Bibel

Und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

 

Psalm 103,2

Thomas Küttler

Es mag sein, dass der 3. Oktober etwas schnell zum deutschen Nationalfeiertag gemacht worden ist, noch bevor er eine Tradition hätte bilden können. Aber wir brauchen diesen Tag, um uns unserer widergewonnenen Einheit als Volk zu freuen und zu erinnern.