Metropolit & Erzbischof Dr. Serafim Joantă, Rumänische Orthodoxe Kirche

„29 Jahre Wunder der Freiheit und Einheit - Gott zeigte uns seine unbegreiflichen barmherzigen Möglichkeiten auf. Gottes Herz hat Gnade geschenkt zu einem gelebten Einswerden der Kirchen und der Völker in Europa. Das damit verbundene Ende des Kommunismus hat zu einem geistlichen Aufbruch in unserer rumänisch orthodoxen Kirche geführt. Heute haben wir wieder etwa 500 Klöster, viele davon sind ganz neu gegründet und etwa 8000 Mönche und Nonnen. Seit der Wende 1989 haben wir über 1000 Kirchen neu gebaut. Weiter...


Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin a. D. Freistaat Thüringen

Es ist ein Geschenk Gottes und ein Glücksfall, dass es uns Deutschen nach all den Katastrophen und Tiefpunkten des 20. Jahrhunderts gelungen ist, in Frieden die Einheit unseres Vaterlandes wiederherzustellen. Das Erlangen von Freiheit und Einheit in Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Die Erfahrungen, die wir am Beginn dieses 21. Jahrhunderts gegenwärtig machen, führen uns das einmal mehr vor Augen. Daher ist die friedliche Revolution ein historisches Ereignis, das wir nicht genug würdigen und feiern können.


Bischof Dr. Tamás Fabiny

Bischof der Evangelisch–Lutherische Kirche in Ungarn Norddiözese

Meinen Pfarrdienst habe ich Anfang der 1980-er Jahre in Siófok am Südufer des Balatons begonnen. Regelmäßig trafen sich im Pfarrhaus und im Gemeindesaal ost- und westdeutsche Christen. Dort formte sich bereits im Kleinen jene deutsche Einheit, die sich einige Jahre später gänzlich entfalten und letztlich zur Einheit Europas führen sollte. Die Berliner Mauer und der Eiserne Vorhang sind gleichermaßen gefallen.


Dr. med Peter Enders, CDU, MdL Rheinland-Pfalz

Bis zur Wiedervereinigung war das geteilte Deutschland eine Narbe des 2.Weltkrieges. Es ist ein grosses Wunder,dass der Fall der Mauer und der Grenzen ohne Gewalt ablief; ein Grund Gott zu danken.

 

 

 


Ansgar Hörsting, Präsident Vereinigung Ev. Freikirchen

Es waren Jahre der Konfrontation, der Angst, der Bedrohung, der Trennung und des Todes. Und dann geschah durch beherzte Menschen, durch betende Menschen, durch Gottes Eingreifen das Wunder, dass Deutschland friedlich vereint wurde. Das war fast einmalig. Ich bin der festen Überzeugung: So wenig wir die Gräuel des 21. Jahrhunderts vergessen dürfen, dürfen wir dieses Wunder vergessen. Deutschland erinnert sich an beides: seine Schuld und seine Freude. Deswegen darf, deswegen muss gefeiert werden.


Veit Claesberg, Pastoralreferent, EFG Wiedenest

Gebet für unser Land und für die Leiter unserer Landes - das ist das erste was eine Gemeinde nach Ansicht des Apostel Paulus tun soll (1Tim 1,2). Ich finde es eine gute Idee, dies am Tag der Deutschen Einheit gemeinsam zu machen. Als Gottes Volk, treten wir gemeinsam für unser deutsches Volk vor Gott ein und für die, die es leiten.



Friedrich Aschoff, Pfarrer i.R. , GGE

Deutschland braucht das Gebet von vielen Christen, denen dieses Land und seine Menschen am Herzen liegen. Wir alle haben vielfältig erfahren, dass Gott solche Gebete erhört und auf aufrichtige Buße und Hingebung antwortet. Am deutlichsten geschah dies vor zwanzig Jahren, beim Fall der Mauer und der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes.


Dr. h.c. Horst Marquardt, Vorsitzender KcF

Nicht verhaftet werden, wenn man sich kritisch zu Staat oder einer  Partei äußert. Nicht mehr miterleben müssen, dass begabte Kinder vom Studieren ausgeschlossen werden, weil die Eltern Christen sind. Sich darüber freuen, dass die Bürger unseres Landes in Freiheit leben, dass sie reisen können von Aachen nach Cottbus und von Stralsund nach Konstanz ohne Kontrolle, und viel, viel Schönes mehr. Dafür können wir Gott gar nicht genug danken! Gut, wenn sich - wenigstens einmal im Jahr - dazu viele verbinden, die Gott die Ehre geben, weil sie wissen, dass er der Herr aller Herren ist (1. Timotheus 6,15).


Clemens Schweiger, Missionsleiter Campus für Christus

Vor den Augen der Welt ist ein Wunder geschehen. Wir können es in den Geschichtsbüchern nachlesen. Eine friedliche Revolution hat nach 40 Jahren die Trennung überwunden, und es gibt wieder ein vereinigtes Deutschland. Noch nie vorher habe ich es so deutlich erlebt, dass der Herr Geschichte schreibt.
Das Bewusstsein für dieses Wunder wach zu halten, finde ich sehr wichtig - für uns selbst, die wir uns noch gut an die aufregende Zeit 1989/90 zurückerinnern können, aber erst recht für die nachfolgenden Generationen. Gott ist Herr der Geschichte. Er tut Wunder. Darüber freuen wir uns, und das möchten wir feiern.


Regine Kriechbaum, CVJM München

Ein Besuch der deutschen Botschaft in Prag – das war ein Programmpunkt unserer Prag-Reise im Juni 2012. Unverhofft wurde er zu einem besonderen Höhepunkt: An der Mauer des Botschaftsgartens kamen wir mit einem Ostdeutschen ins Gespräch. Er berichtete uns, wie sein Bruder diese spannenden Tage in der Deutschen Botschaft in Prag im September 1989 erlebte. Wir fühlten uns 23 Jahre zurück versetzt, spürten die Spannung, die damals herrschte. Meinem Mann und mir wurde neu bewusst, was für ein großes Wunder sich damals ereignet hat, als der damalige Außenminister Genscher den DDR-Flüchtlingen die Erlaubnis zur Ausreise in die damalige BRD verkündete. Ein Grund zu großer Dankbarkeit!


emeritierter Bischof Joachim Reinelt, Dresden

Dankbar bin ich für die deutsche Einheit und den Mauerfall wegen der Erfüllung eines Sehnsuchtswunsches von Millionen von Menschen: endlich befreit von der Partei, die vorgab, immer recht zu haben. Endlich heraus aus dem Staatsgefängnis DDR. Endlich sagen können, was einen längst überzeugt hatte. Aufrechter Gang. Freiheit des Gewissens. Weiter ...


Sr. Ruth Meili - Communität Casteller Ring

Kurz nach der Wende kam ich nach Erfurt, in eine für mich noch fremde Welt. Ich wurde herzlich aufgenommen und entdeckte sehr bald die Kostbarkeiten in diesem Landesteil: die "nur" erwanderte und darum weitgehend unberührte Natur, die Frömmigkeit in der Kirche, die Offenheit in der Synode mit Singen und Beten, die natürliche Geschwisterlichkeit der Bischöfe, das Miteinandersuchen eines neuen Weges, das Finden eigener Identität (nicht einfach eine Westkopie). Weiter ...


Dr. H.-J. Abromeit, Bischof in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Es gibt in der Geschichte eines Volkes nur wenige Sternstunden. Die friedliche Vereinigung Deutschlands gehört dazu. Wir dürfen Gott dankbar sein, dass er geschenkt hat, worauf fast keiner mehr gehofft hat. Viele Wunden wurden in den letzten Jahrzehnten geheilt, aber manches ist auch nur äußerlich zusammengewachsen und auch wir warten noch auf die innere Vollendung. Ein großer Schritt dazu wäre es, Gott für seine Fürsorge zu danken. Er meint es - trotz allem - gut mit seinen Deutschen.


Johannes Selle, MdB

Mit der friedlichen Wiedervereinigung ist Deutschland von der Völkergemeinschaft wieder aufgenommen worden. Die Kriegsgefahr in Europa ist nahezu nicht mehr vorhanden. Auch viele nichtreligiöse Menschen benutzen spontan das Wort Wunder in diesem Zusammenhang. Gott dafür zu danken, dürfen wir nicht vergessen.


Frank Heinrich, MdB

40 Jahre. Trennung. Angst. Kalter Krieg. Und dann das: die friedliche Revolution, die Deutsche Einheit. Mein Herz ist dankbar: Für die kluge Politik von Willy Brandt bis Helmut Kohl. Für die mutigen DDR Bürger in den Kirchen und auf den Straßen. Für den lebendigen Gott, der uns hautnah erleben ließ, dass ER der Herr der Geschichte ist.
Feiern, danken und beten – ich bin dabei am 3. Oktober.




Rosemarie Stresemann, Wächterruf e.V. ∙ Gebetsnetz für Deutschland

Als geborene Berlinerin habe ich mich unglaublich über den Fall der Mauer gefreut – und dann erst die Wiedervereinigung! Welche neuen Möglichkeiten taten sich jetzt auf! Es galt die andere Hälfte der Stadt zu entdecken und endlich konnte ich ins Umland fahren und Natur genießen. Ich bin dankbar, dass ich den reichen Schatz ostdeutschen Glaubens immer mehr entdecken darf. Ich freue mich, dass unser Land  seit der Wiedervereinigung an Ansehen in der Welt stark zugenommen hat. Unbefangen kann ich jetzt auch die Fahne schwenken. Die ganze Welt hat gesehen, wie gnädig unser Gott ist! Das will ich nie vergessen.


Thomas Maria Renz, Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart

Denken und danken gehören zusammen: wer denkt, der dankt! Viele große Denker der Vergangenheit und Gegenwart waren und sind in der Regel auch große Dankende. Sie danken für alles, was nicht von Menschen gemacht wurde, aber für sie: für die Schöpfung, für ihr Leben, für ihre Fähigkeiten, für ihre Mitmenschen und für vieles mehr. Vieles, wovon wir so selbstverständlich leben, ist uns geschenkt und wer dafür nicht dankt, der denkt zu kurz. Weiter ...


Kardinal Dr. Reinhard Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz

Dass die Deutsche Einheit möglich wurde, ist auch all jenen Menschen zu verdanken, die 1989 aufgestanden sind für Freiheit. Sicher gab und gibt es sehr unterschiedliche Gründe, sich für Freiheit einzusetzen. Und längst nicht alle hatten schon damals die deutsche Einheit im Blick, denn nur noch wenige hatten in Ost und West eine Wiedervereinigung für möglich gehalten. Persönliche und gesellschaftliche Freiheit waren von der Führung der DDR so unterdrückt, dass die Menschen ihre Selbstbestimmung einforderten und damit politische Veränderungen herbeigeführt haben. Weiter ...


Dr. Johannes Hartl, Kath. Initiative Gebetshaus Augsburg


Pfarrer Günter Christoph Haase, Geisleden

Gott sei Dank - ja, das können wir alle nur immer wieder sagen. Ich bin
jedenfalls dankbar, dass 1990 die Deutsche Einheit besiegelt und möglich wurde. In der DDR im sogenannten Sperrgebiet aufgewachsen,
habe ich nach Lehr- und Gesellenjahren angefangen, in Erfurt Theologie
zu studieren. In der Wende wurde ich fertig und 1993 im  Erfurter Dom
zum Priester geweiht. Seit 2000 bin ich Pfarrer von drei Kirchgemeinden
im Eichsfeld.
Ohne die politische Wende wären wir alle nicht da, wo wir jetzt sind. Natürlich leben nicht alle auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft, aber gemeinsam und mit Gottes Hilfe schaffen wir auch die Herausforderungen unserer Tage. Gott segne unser Land!

Aus der Bibel

Und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

 

Psalm 103,2

Thomas Küttler

Es mag sein, dass der 3. Oktober etwas schnell zum deutschen Nationalfeiertag gemacht worden ist, noch bevor er eine Tradition hätte bilden können. Aber wir brauchen diesen Tag, um uns unserer widergewonnenen Einheit als Volk zu freuen und zu erinnern.